5 posts tagged “consumerism”
Hugh Graham over at Hugh Graham Creative, one of my daily reads, has a very interesting and insightful post up: "The End of Consumer Culture?". In this post, he has a closer look at the already visible side effects of rampant consumerism and how designers as central figures in the design of new products are ethically obliged to improve product design towards an end of the "disposable culture" and to trigger a shift in consumer culture.
Some key quotes:
(...)consumption fills some sort of void in our lives, at least temporarily. And by feeding the void in our lives, designers are providing the stimulus that keeps the modern economy moving.
(...)
The question (...) is how we can both decrease our rampant disposable consumerism while still continuing to have a reasonably robust economy. How am I supposed to continue pushing the economy forward while cutting my carbon footprint by 60 percent?
(...)
Designers have an opportunity to engage in this paradigm shift. Part of the story lies in creating products that have intrinsic and lasting value, products that I like to call artisanal. And part of the story lies in better communicating the value of the artisanal. I believe that designers have an ethical duty to work toward the end of disposable culture. Of course, this isn’t going to happen overnight, and it’s not going to happen in vacuum. But it is going to happen, whether we choose to be a part of the process or not. Better to engage the future rather than have it thrust upon us.
But click over and read the whole post, since it contains many more ideas.
Also, the post contains a link to another good article, over on the Guardian: "Eat, drink and be miserable: the true cost of our addiction to shopping".
Already back in 2004, Ipsos/bestseller published the article "Lass dich inspirieren", which discussed a shift on the consumer market away from defining luxury through material values to defining luxury through immaterial values (published as PDF, or view as HTML via Google).
The article predicted a shift from "have" (the luxury consume of yesterday, defined through material possessions, demonstrative consumerism, status and glamour) through "being" (the luxury consume of today, defined through egocentric consumerism, immaterial values, a have of time, individual freedom) to "making" (the luxury consume of tomorrow, defined through inspiration and the utilization of creative potential).
bestseller predicted that the luxury consumer of tomorrow is an inspiration seeker and a creative consumer, in that (s)he looks for inspiration and creative potential in the goods (s)he is planning to buy. As an illustration to this onsetting trend, besteller quoted the taglines of some novel marketing campaigns in 2004:
- the "be inspired" parties of Siemens Mobile
- the Inspire Award of Deutsche Telekom, for the "inspiring 'go-getters' whose engagement is to encourage people in Germany to take things into their own hands".
- the "Ipsei" drink (by Coca-Cola) and its tagline, "Think what you drink"
- the star ride to Milan, an introductory campaign for the new Mercedes-Benz A-Class
The trend report closes with a prediction that reminded me a bit of Philippe Starck's statement about the designer of the future:
"Suitable as creditable communicators of the future concept of luxury are especially muses and 'inspirators', who will soon be traded in similarly high ranks like top models are today."
And look where we (already) are today, in 2008.
Paul H. Ray and Sherry Ruth Anderson:
The Cultural Creatives (2001)
"Cultural Creative is a term coined by Ray and Anderson to describe people whose values embrace a curiosity and concern for the world, its ecosystem, and its peoples; an awareness of and activism for peace and social justice; and an openness to self-actualization through spirituality, psychotherapy, and holistic practices. Cultural Creatives do not just take the money and run; they don't want to defund the National Endowment for the Arts; and they do want women to get a fairer shake--not only in the United States, but around the globe.
On the basis of Ray and Anderson's research, about 50 million Americans are Cultural Creatives, a group that includes people of all races, ages, and classes. This subculture could have enormous social and political clout, the authors argue, if only it had any consciousness of itself as a cohesive unit, a society of fellow travelers."
[Exzerpt aus Amazons editorial review]
Und dann habe ich gerade noch dieses hier gefunden:
Karl u. Jwala Gamper
So schön kann Wirtschaft sein - der Aufbruch der Kulturell Kreativen (2007²)
Das deutschsprachige Pendant von Ray & Anderson, das von sich behauptet, es sei "das erste Buch, das konkret diese Szene [die der Kulturell-Kreativen, sic] aufruft, mit ihren Ideen, ihren Talenten, ihrem Spirit hervorzutreten und am Markt erfolgreich zu sein." (ich würde schon gerne wissen, ob man denn Ray & Anderson gelesen hat, um so sicher behaupten zu können?), ist in der ersten Auflage selbstverlegt erschienen, wurde 2005 zur Nr. 1 auf Amazons Sachbuch-Hitparade, und ist 2007 in die zweite Auflage gegangen.
Aus dem Klappentext:
"Dies ist ein "Fährbuch". Es ruft die Kulturell-Kreativen auf den Marktplatz. Lädt diese Szene ein, die immerhin etwa ein Drittel der Menschen in der Ersten Welt ausmacht, mit ihren Ideen, ihren Talenten, ihrem Spirit hervorzutreten. Das Buch ermutigt, seinen ureigenen und damit sinnhaften und freudigen Beitrag zu geben und nicht länger zu glauben, unverstanden vom Rest der Welt und isoliert zu sein. Geh' auf den Marktplatz, steig ein in das Wettspiel der Ideen und hab' Erfolg damit! Denn was es in der Wirtschaft dringend braucht ist: FRISCHER WIND"
Und wer nun denkt, "Nanu, das passt ja total in die LOHAS-Ecke!", der liegt sehr, sehr richtig. Aber bitte mal selber auf Gampers Webseite vorbeischauen (und es sei angemerkt: web2.0 kann man dort auch. Bald.)
So. Und mlle a. macht sich jetzt einen Espresso und denkt sehnsüchtig an die frühen 80er zurück, als "Öko" und "fair" irgendwie noch viel authentischer und ehrlicher
...sharing some of today's best finds:
Ridiculously Over Packaged Products
Responsible Marketing
Design Ethics
Murketing (keep seeing highlights in his newsfeed...Robert Walker's, of course.)
Material Culture - Reading Our Stuff (highly interesting point of approach!)
(and of course, there had to be a Reverend Billy group. *sigh* #Götzendienst)
Es gibt immer wieder Überraschungen der vierten Art in der schönen handmade2.0-Welt. Buyoutsidethebox ist eine Seite, auf die ich erst heute via Etsys Forum aufmerksam geworden bin (einige Verkäufer wurden per convo von Buyoitsidethebox umworben, was auf Etsy eigentlich nicht erlaubt ist), dabei gibt es sie einer Pressemeldung nach zu urteilen schon seit Oktober 2005. Nanu?
Die Seite selber kommt im CMS-Modullook daher, sehr unauffälliges Logo, viel zu viel Text für eine Seite, auf der eigentlich Waren, vor allem Kunstwaren, verkauft werden sollen. Auf der Seite selber gibt es weder Impressum noch Adresse, keine "Köpfe" oder Namen der Macher; die gibt es erst, wenn man sich auf den Blog verirrt (gepowert durch Bloggertechnologie).
Demnach, und entgegen der Informationen, die eine Recherche nach dem Domaininhaber ergibt, ist Buyoutsidethebox die Idee von Ruth Mitchell, einer Journalistin aus Arkansas, die Künstlern die Möglichkeit geben möchte, ihre Kunst auf dem Web zum Kauf anzubieten. Und das eben schon seit Oktober 2005, wie eine Pressemeldung zeigt (auf dem Internet geht eben nichts verloren).
Warum hat man aber von dieser Seite, die immerhin fast so lange wie Etsy unterwegs ist, nie wirklich etwas gehört? An den Machern kann es nicht liegen, möchte man meinen, denn mit Partnern an der Seite wie DesignSpike oder LimeLyte sollte es doch möglich sein, seine Marktnische per professionellem Businessplan zu erobern und in ansprechendem Outfit daherzukommen?
Aber vielleicht muss man wirklich noch mehr können, um in diesem Segment ganz oben mitmachen zu können. Man muss verstehen, wie sowohl die eigenen Kunden ticken als auch die Kunden der Kunden. Man muss verstehen, was an der "Handmade"- und "Kunsthandwerk"-Welle so fasziniert, um diese Einsichten dann erfolgreich und gewinnbringend umzusetzen. Und man muss vor allen Dingen auch Ahnung von grafischen Webauftritten haben, nicht nur von der Architektur dahinter und vom Texteschreiben.
Soweit ich sehen kann, hat man hier aber mehr Wert darauf gelegt, einen bereits gängigen und meiner Meinung nach wichtigen Begriff, der in relevanten Diskussionen nicht fehlen darf, markenrechtlich zu schhützen, so dass er ohne das dämliche TM-Zeichen und Verweis auf den Eigentümer in den wirklich wichtigen Kontexten gar nicht mehr gebraucht werden darf. Und so haben denn die Macher von Buyoutsidethebox auch auffällig viel Energie darauf verwendet, das Internet nach "Missbrauch" der Marke abzugrasen, und, wo möglich, gleich einen entsprechenden Kommentar mit ordentlich viel Selbstwerbung zu hinterlassen.
Nicht nur, dass so ein Gebaren allein schon sehr unprofessionell ist, aber hier ist schon nicht mehr klar, warum der Begriff überhaupt des Markenschutzes bedurfte. Denn creative consumerism, so wie er im Kontext von BOB verwendet wird, hat eine ganz andere Bedeutung (über deren Sinn und Korrektheit sich sicher die Geister scheiden). Über die gebräuchlichere Bedeutung, die sich etabliert hat (Diskussionen der Postmoderne, Individualisierung durch Konsumgüter, etc.), gab es einige Artikel auf dem Netz, wie zum Beispiel bei Trendwatching (die von Frau Mitchell bestimmt auch angeschrieben worden sind, und hier würde mich wirklich die Antwort von Reinier Evers interessieren), ausserdem Aufsätze und Bücher. Wie steht es also mit der Ethik im Bezug auf das Trademarken von längst in der (Fach-) Diskussion etablierten Begriffen? Macht man sich, wie im Fall der besprochenen Webseite, nicht eher lächerlich und verfehlt ausserdem noch das Ziel seines Projekts um Weiten?
Ich meine, ja. Und in Antwort auf meine Frage im vierten Absatz: genau darum hat man nie wirklich etwas von dieser Seite gehört.
Bereits besprochene Marktplätze:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodle | WeFew
Nachtrag 15.4.: Darüber, dass die beiden erwähnten Kommentarspameinträge kein Zufall waren, sondern offensichtlich Teil einer gezielten Kampagne sind, die Rechte für eine Schutzmarke zu erlangen (laut amerikanischem Register is creative consumerism alles andere als registriert), habe ich gestern Bestätigung bekommen. Offenbar hat die Dame hochempfindlich auf leicht kritische Äusserungen, abgesetzt über die beliebte Zwitscherplattform, reagiert und belagert nun einen Mitzwitscherer sowohl auf seinem Blog als auch via Email.
Wenn man keine Kritik verträgt, und das ganz besonders in Zeiten der New PR und des Social Web, dann sollte man lieber dabei bleiben, Artikel für die Lokalzeitung zu schreiben.
Und noch etwas: ein Businessblog sollte nur das sein - ein Businessblog. Ein informatives Logbuch, das gezielt für positive Eigen-PR eingesetzt wird. Nicht für private Fehden oder gar um der Welt zu zeigen, wie unprofessionell frau eigentlich ist. Und damit hat sich das Thema nun wirklich erledigt.
Oh yes, posting this so shortly before Christmas and the gift-giving-craze season seems pretty poopy of me. Well, bear with it, because it's important. If you are one of those who participated in the recent lights-out events around the globe and feel good now, because it gave you this fuzzy sense of "We're doing something", then congratulations. You sure did something... but it's not going to change anything, especially not on long term.
So, if you're serious about this planet and resources and the future, start with yourself and stick to it. Be critical, change consuming habits and try to make a lasting difference. And please... don't ever fall for these hype mass feelgood events.
Now, hop over to The Story of Stuff website and see the full movie. You can also download banners and the whole 50MB movie file there, and there are links to more resources and things to learn. Oh yes... you'll want to do it to get the word out and discuss this with people.