11 posts tagged “dawanda”
The busy engineers over at DaWanda's HQ have managed something we've been requesting to have at Etsy for a long time: sellers can now define the thumbnail area of an image themselves. No more cut-off product preview, weird selections and images that drive off potential customer traffic.
The thing really isn't whether this feature was built all by scratch, whether DaWanda engineers have reinvented the wheel, or whether they just implemented a pre-built solution. No one cares! Because this isn't vital and important about the site. What's important is functionality, usability and useful images per product listing. Period.
Bloodybunny aus Berlin, Mitglied u.a. auf Etsy und DaWanda, ist unlängst von der erfurter Version des Stadtmagazins port01 empfohlen worden. Genau gesagt, ihre Produkte und ihr DaWandashop. Glückwunsch!
Was mir am Text auffällt? Dass die Redakteurin/der Redakteur offebar nicht so ganz durch den (sub)DomainURLPortalpartnerschaften-Djungel von DaWanda geblickt hat. Denn DaWanda hält es mit seinen Versionen schon recht kompliziert. Seit einiger Zeit ist die deutsche Version unter de.dawanda.com anzusurfen, die englische unter en.dawanda.com, und die französische unter fr.dawanda.com. dawanda.de gibt es eigentlich garnicht mehr, die leitet defaultmässig auf en.dawanda.com weiter. Da muss man als nichtsahnender, vielleicht webtechnisch unversierter (zum Glück nicht ich) Shopper erstmal hinterblicken.
URLs für Shops habe ich noch nicht ganz verstanden. Offenbar geht es da nach dem Muster [Version]dawanda.com/shop/[SellerID]. Versuche ich einen einfachen Weg, [SellerID].dawanda.com, gibt es eine Weiterleitung auf [Versiondefault]dawanda.com/shop/[SellerID]. Hilfreich, dass es so gelöst ist. Subdomains kann ich mir leichter merken als eine Reihe slashes und "Zwischenstationen".
Unnötig verkompliziert wird die Sache durch die Partnerschaftsportale mit z.B. der Zeit, denn da sehen Shop-URLs dann plötzlich so aus: zeit.dawanda.com/shop/[SellerID]. So lange und komplizierte URLs tippt doch kaum jemand gerne aus der Zeitung ab? port01 hat das Problem gelöst, indem alternativ auf www.dawanda.com verwiesen wird - aber so gelangt keiner direkt zum Shop der empfohlenen Verkäufer, sondern muss erst suchen und verzweifelt im schlimmsten Fall (und empfiehlt DaWanda nicht weiter).
Wie gesagt, die Versionsvielfalt von DaWanda-URLs ist sehr verwirrend, mit Sicherheit für viele Aussenstehende. Aber ich hatte in letzter Zeit auch zwei Etsy-User, die mich (!) um Hilfe in Bezug auf ihren DaWanda-Shop, Sprachversionen und Shopeinrichten gefragt haben, weil sie ob der verwirrenden Linkhandhabung nicht mehr weiter wussten.
Ach ja, Gezicke ohne Ende. Da merken wir doch wieder einmal, dass wir noch am Leben sind, was?
We received a wonderful email from Dawanda admin yesterday, saying the abuse and harassment we received on Etsy will not be tolerated on Dawanda. (...) (source)
Wundert mich eigentlich, dass sich das DaWanda-Management so aktiv in mysterioese Vorgaenge auf Etsy einmischt und so deutlich Stellung bezieht. Besonders, wenn man nur eine Seite der (in diesem Fall sehr verworrenen und undurchsichtigen) Geschichte kennt. Waer' mir als Chef von DaWanda viel zu unprofessionell und zu heikel, solche Statements von mir zu geben. Aber hey... to each their own.
Also hat's doch noch geklappt -- einige DaWanda-User hatten seit laengerem auf DaWandas Foren diskutiert, in Selbstinitiative ein Treffen in Hannover zu organisieren. Offensichtlich hat's ja erfolgreich geklappt. Einen kurzen Bericht gibt's heute auf DaWandas deutschem Blog (und vielleicht gibt's auch irgendwo Photos auf flickr oder/und Blogs. Links sind nicht eingebaut, Kommentare gibt's noch keine, leider sind die Photos zu klein, um Details zu sehen.... und ich hab' zu viel zu tun um noch zu recherchieren.).
DaWanda in meinem guten alten Hannover - na bitte. Eine nette Bereicherung zum ohnehin schon trendig-kreativen Linden (Lindener Markt, zum Beispiel) und der List (Lister Meile und um den Lister Platz, zum Beispiel).
Vertieft in meine (interessante) Lektuere merke ich, wie mich eine animierte Anzeige links im Browser zu nerven beginnt... und denke noch, "Wieee... Die Zeit bewirbt jetzt schon diese tomatenfoermigen Nadelkissen, die nun nach zwei Jahren auch jede Naehbegabte in Deutschland nachmacht??"
*klick*
p.s. Die Zeit gehoert Holtzbrinck.
In Antwort of Exciting Commerces Frage von gestern, "Machen DaWanda und Burda Moden gemeinsame Sache?".
Der Marktplatz ist eingerichtet:
Nachtrag 10.01.: Oha. Merci vielmals, Exciting Commerce.
P.s. Robert Walker, der Mann, der unlaengst einen ellenlangen Artikel zum Thema handmade2.0 in der NYT veroeffentlichte, schrieb am 08.01. ueber Burda und legt darin, mit Verlaub gesagt, eine schnoeselige Ignoranz wenn nicht schon Arroganz an den Tag (oder ist das nur journalism2.0?). Weiss er, was es seit jeher mit Burdaschnitten auf sich hat? Vermutlich nicht.
Irgendwie kommt dieser Blogpost, im Gegensatz zu oben erwaehntem Vorgaenger, ganz schoen... naja, vermurkst daher. Aber vielleicht hat mlle a. auch gerade nur zu viel Kopfschmerzen.
(p.b. "embrodiary"... what's dat?)
Nachtrag 19.01.: Neu..... oder mit Werpoll gewaschen?
Auf Deutsche Startups kann man ein komplettes zweiteiliges Interview mit einem der zwei DaWanda-Gruender (Michael Puetz) lesen. Der erste Teil wurde am 27., der zweite am 28. Dezember veroeffentlicht.
Sehr tief geht keiner der beiden Teile, im Grunde hat man alles schon irgendwo in frueheren Interviews gelesen. Der erste Teil dreht sich hauptsaechlich um einen Rueckblick auf ein Jahr DaWanda, der zweite um das "Vorbild" Etsy. Zwei Dinge, die mir im zweiten Teil aufgefallen sind:
Wir haben andere Angebote wie StyleLab. Das bietet die Möglichkeit, Produkte, wie Taschen u.a., zu individualisieren und designen. Die Amerikaner hatten diese Idee noch nicht, obwohl es in USA eine noch viel größere Affinität für Handgemachtes gibt.
Gemeint ist sicherlich, dass man etwas wie Style Lab auf Etsy noch nicht gesehen hat; nicht, dass man wisse, dass Etsy darauf noch nicht gekommen sei.
Im Ansatz gab es diese Idee mit Alchemy, das nach dem grossen Relaunch aber erst einmal ins "wird bald verbessert relauncht"-Koerbchen abgelegt wurde (und Vorschlaege gingen noch vor DaWandas Style Lab in Richtung "bietet Shops die Moeglichkeit zu customized items an!"). Leider. Denn Alchemy hatte sich grosser Beliebtheit erfreut. So grosser Beliebtheit, dass User kurzerhand Initiativen starteten, dieses Loch irgendwie mit einer Alternativloesung zu ueberbruecken. Der Zusammenhang zwischen einem Modul fuer Customized Items und die grosse Affinitaet der Amerikaner zu Handgemachtem ist aber trotz allem schwer nachzuvollziehen (anbei: gerade die englische Version des Style Labs hat sehr wenig Eintraege).
Die Amerikaner machen ihr Ding da drüben gut und sind ein ganz anderes Startup. Sie nehmen nicht jedes Geld, das ihnen angeboten wird. Bei denen sind ein paar Business-Angels finanziert und flickr.
Den letzten Satz scheint das Diktiergeraet wohl verschluckt zu haben. Gemeint waren wohl Etsys angel investors.
Exciting Commerce berichtet gerade ueber ShopWindoz (BETA) aus Berlin. Und mlle a. hat einen neuen Post zum Thema "Internethandelsplatz fuer Handgemachtes"-Zug-aufspringen-Versuch (fruehere sind hier und hier).
ShopWindoz kommt, auf den ersten Blick, ohne den Kuschelfaktor (a.k.a. Communityhype) daher, den man von Etsy und DaWanda kennt, dafuer mit markigem Manifest (das mich aber irgendwie an IchBinDochNichBloed-Werbeslogans erinnert) und hippem Frontdesign. Ein bisschen viel grau und schwarz, ein bisschen sehr streetig, aber es stimmt schon. Es ist ein nettes Konzept, das man zwar schon laengst bei BigCartel und anderen gesehen hat und das daher nicht mehr innovativ ist, aber meiner Meinung nach mehr von dem, was der deutsche Markt schon lange gebraucht hat. Auf den ersten Blick sehe ich viele Leute, die auch auf DaWanda sind.
Wie BigCartel auch, wird der ShopWindoz Shop in Zukunft auch etwas kosten, und zwar eine pauschale Miete von Eur 9,99 monatlich und 5% Transaktionsgebuehr (Provision) pro verkauftem Artikel. Wie aber alle neuen Projekte dieser Art ist auch ShopWindoz als Incentive derzeit kostenlos.
Was mich schon an DaWanda enorm stoert, und was sich hier leider wiederholt, ist die Moeglichkeit, anderen Leuten oeffentliche Kommentare direkt auf ihren Produktseiten zu hinterlassen. Nicht jedem ist es angenehm, zuweilen sehr persoenliche und/oder kumpelige Kommentare und Lobe fuer alle sichtbar im Shop zu haben. Nicht jeder traut sich aber, solche Kommentare (wenn ueberhaupt moeglich) wieder zu loeschen, aus Angst, andere vor den Kopf zu stossen. Da hat Etsy mit der "Add item to favourites"/"Add shop to favourites" eine viel angenehmere Loesung gefunden, die auch optisch viel hermacht.
Weiter so, kreatives Deutschland.
p.b. ich versuche schon seit Monaten, mich an eine TV-Werbung zu erinnern, in der der Gedanke "Selber machen ist cool!" angestossen wurde. Und zwar schon vor Jahren. Zwar ist daraufhin erstmal nichts passiert, aber da hier alles immer laenger braucht, nicht verwundernswert.
Der Werbespot praesentierte Thomas Gottschalk im Hotelzimmer vor den Abendnachrichten, er regte sich ueber Politiker auf und propagierte mehr Eigeninitiative. Cut zur naechsten Szene: junges Maedchen mit Freund vor Schaufenster mit Kleidung; Voice-over (ungefaehr): "Immer Fertiggemachtes von der Stange. Mal selber was machen, das waere cool."
Aus welchem Jahr ist der Spot doch gleich, und fuer welche Initiative hat der Gottschalk da Werbung gemacht???
argh.
Nachtrag 1. Dezember: Jo mei, das Grübeln hat ein Ende.
Wow. Sogar DaWanda's Chef persoenlich liest diesen Weblog. Das finden wir aber mal richtig nett.
Schoene Gruesse nach Berlin. :)
Es tut sich was in der Welt des Handgemachten.
Zwar ist DaWanda mit dem Verschieben von angekündigten Neuerungen nicht ganz so schrecklich unorganisiert wie Etsy (oder vielleicht ist es auch nur eine diszipliniertere Taktik von was-man-sagt und was-man-nicht-sagt), aber auch hier hat's ein wenig gedauert. Trotzdem ist die DaWanda-Variante von Etsy's Alchemy nun online, während wir bei Etsy immer noch - und das schon seit dem Release von V2 - auf ein Relaunch des letztgenannteren warten (bei Exciting Commerce drückt man es, absichtlich oder nicht, etwas milder aus...).
Ebenfalls neu, bzw. überarbeitet im Zuge des grossen Relaunches, ist der Farbsucher auf DaWanda. Der sah ja anfänglich auch sehr Etsy-esque aus, hat aber nun doch seinen eigenen Stil gefunden.
(kleiner Einschub: Plaketten | badges sind ja mittlerweile auch unübersehbar der letzte Schrei...so unübersehbar, dass sie eigentlich schon wieder out sein müssten. Das Template für DaWanda's schwarzes Blümli ist hier.)
Für das gesamt Relaunch hatte DaWanda einen "Wettbewerb" ausgeschrieben, in dem sie die neuen Templates fuer die Seite haben ausdenken lassen, nebst Iconsets. Geschickt delegiert.
Eine weitere Marketingaktion landete DaWanda mit dem gezielten Anmailen von Etsyverkäufern; nette, personalisierte Einladungen (teilweilse an Adressen, die offenbar nur durch handgemachte Recherche zu finden waren), DaWanda zu testen und einen Shop zu eröffnen. Ebenfalls geschickt gedacht.
Die Brandinginitiative kommt zeitlich passend, im Hinblick auf die Gerüchte Nachrichten, dass Etsy nun für Niederlassungen in Berlin und London scoute (siehe älterer Post), und da eine Partnerschaft mit Burda nun wirklich seit langem absehbar war. Ganz abgesehen davon, dass bislang an jeder Neuheit auf Etsy irgendwas schief gelaufen ist; das hauseigene kostenpflichtige Werbespotsystem für Verkäufer Showcase stiftet nach wie vor Verwirrungen und Unsicherheit bezüglich der gebuchten Plätze und Schaltdaten, das Erstellen von Versandprofilen benachteiligt nach wie vor vornehmlich Verkäufer in Europa und diejenigen, die zusätzliche Leistungen anbieten möchten, auf die Ablösung des Blogs durch The Storque wartet die Community nun auch seit Monaten (siehe ebenfalls frühere Posts), und generell scheint es, dass es zwar jede Menge wirklich guter und communityorientierter Ideen und Projektpläne gibt, es aber vor allem an erfahrenen Projektern mangelt. Aber, wie unlängst bemerkt, legt man bei Etsy keinen besonderen Wert auf Hierarchien und dergleichen, und so scheint es, zumindest nach aussen, auch mit Projektorganisation zu sein: alles läuft irgendwie auseinander.
Nun sind wir mal gespannt, wer zuerst ein hauseigenes Zahlungssystem integriert...DaWanda oder Etsy? Angeblich soll es eindeutige Hinweise geben, dass Etsy die Handhabungen von Zahlungen ändern will, und andere wiederum verwechseln die sehr alten News (denn auch diese Seite hat nur durchgekaut, was hier zuerst stand) vom geplanten Währungsrechner und LiveHelp als etwas, das erst jetzt mit der Öffentlichkeit geteilt wurde. Die Stichworte Währungsrechner und LiveHelp wurden aber schon vor einiger Zeit irgendwo in den endlosen Informationswäldern auf Etsy.com fallen gelassen (und dafür hatte ich leider keine Brotkrumen zum Zurückverfolgen ausgelegt...aber wer suchet, der findet).
Die Gerüchteküche brodelt also, und man muss aufpassen, dass man die echten News von laut Gedachtem, Wiedergekäutem und Zusammengereimtem zu trennen weiss. Ob Etsy selber daran gelegen ist (und man vielleicht deshalb seit wenigen Wochen verstärkt korrekte Informationen zum Thema "About us" und "What we're up to" handlich in einem Stück veröffentlicht), lässt sich derzeit nur vermuten. Geschickter wäre es aus pressepolitischer Hinsicht allemal.
Zusammenfassend fällt auf, dass Etsy momentan Offline- und Communityaktivitäten verstärkt fördert, wie z.B. Workshops in den hauseigenen Labs und Trunk Shows / Craft Shows. Ausserdem wurden ja mit dem Launch von V2 Features wie Top Sellers und Top Items (sehr geschätzt als inoffizielle Trendmeter und Statistiktools, für die es keinen Ersatz gibt) von der Liveseite genommen. DaWanda hingegen hat mit dem Relaunch die Features Pinboard* und Trends eingeführt, die das Kauf- und Verkaufsgeschäft sowie die Onlineaktivität der Community sicherlich fördern, und offenbar sind Verkäufern jeweils relevante Shopstatistiken** zugänglich gemacht worden.
Auf den Foren von DaWanda geht es dem ersten Eindruck nach hauptsächlich um Rechtliches (Handel und AGBs ist ein immer wiederkehrendes Thema) und Usability (vorwiegend Technisches und Internetbasics), während Etsys Foren sowohl für die kritische Auseinandersetzung mit dem Management als auch für Eigenwerbung und darüber hinaus für sehr viel Allerweltsgeschwätz (also eher im Sinne von Chatforum) genutzt werden. Im Gegensatz zu DaWanda fördert Etsy verstärkt Street Teams. In den englischen Foren auf DaWanda fällt auf, dass Etsyuser gezielt nach Features fragen, die sie von Etsy kennen und auf DaWanda erwarten.
Wie immer -- just my humble two Eurocents.
*Nachtrag, Aug. 6: Stimmt. DaWandas Pinboard ist auch nur ein Klon von Etsys Treasury - inklusive dem "My Pinboard / Treasury got featured on DaWanda's / Etsy's homepage!!!"-Hype.
**Nachtrag Aug. 7: ...und dazu lässt sich nun auch sagen, "Hamwa!". Die einen nennen es eine super Initiative, die anderen sehen es ganz nüchtern als schlechte Performance gegenüber Etsy, nicht zuletzt auch in Hinblick auf PR. Ich schliesse mich den letzteren an. Dass rad ideas und killer applications alleine noch kein Business machen, wissen wir ja bereits.
(ganz so anonym wie sie sagen, sind die Herrschaften übrigens auch nicht; wer richtig googeln kann, weiss immer mehr)