8 posts tagged “khend-meyd”
Frankreich hat nun so etwas wie ein eigenes Etsy: Détournements Créateurs . Erst seit wenigen Stunden live, ist es ein Marktplatz, auf dem Kreative ihre handgemachten Produkte zum Kauf anbieten können.
Wie auch schon bei ideengleichen und einschlägig bekannten Seiten aus Amerika (z.B. Modish, PoppyTalk), so steht auch hinter diesem Projekt ein Blog, Détournements de Mode, dessen Autorin Stéphanie Tramicheck (die eigentlich Ingenieurin ist) aktuelle Trends und Fundstücke in Sachen Mode, Accessoires und Design vorstellt.
Détournements Créateurs ist in der Aufmachung der Frontseite recht gut gelungen, die Farbpalette dort ist ansprechend, die Seitenaufteilung optisch gut gemacht und übersichtlich, sowie in der Bedienung doch recht logisch.
Das Ganze läuft auf OS-Commerce, was irgendwie sehr interessant ist. Es gibt natürlich eine französische Version, aber die (für Käufer) voerst wichtigsten Bereiche sind auch in Englisch verfügbar, am Rest wird derzeit ganz offensichtlich noch gearbeitet.
Laut Ankündigung an verschiedenen Orten sollen bereits 61 Kreative mitmachen, allerdings sind die Kategorien beim Stöbern noch sehr leer, viele Klicks gehen daher noch ins Leere.
Jeder Verkäufer kann einen "Showroom" einrichten, hier am Beispiel von Miss Sugar Cane gezeigt. Beim Einstellen der eigenen Kreationen wird es da schon schwieriger; klickt man in der Designerübersicht auf ein Verkäuferbild, gibt es zwei Links, "son Showroom" (ihr/sein Showroom) und "ses créations" (ihre/seine Kreationen). Showroom funktioniert wie oben erklärt, aber die als "créations" zum Verkauf angebotenen Artikel gibt es nicht in einem Shop zu sehen, sondern die Suchmaschine zieht alle vom Verkäufer auf der Seite eingestellten Artikel zusammen. Stellt also ein Verkäufer Artikel ein, so ordnet er sie seitenzentral in Kategorien ein (z.B. Accessoires, Children, etc.). Die Verkäufer gestalten quasi alle am seitenweiten Katalog mit, haben aber keinen eigenen Shop; Bilder der eingestellten Artikel gibt es aber auch noch im "Showroom" zu sehen. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Marktplätzen wie Etsy, DaWanda oder ShopWindoz ist dieses Konzept also ein wenig anders.
Wie man Verkäufer wird, und vor allen Dingen wie es mit der Provision für den Seitenbetreiber aussieht, klärt der ausführliche FAQ und eine detaillierte Anleitung (bei der zur Zeit die Grafiken nicht laden wollen...).
Das Erstellen eines Showrooms mit Profil, sowie das Einstellen von Produkten ist komplett kostenlos:
Créer son profil et mettre ses créations en vente sur Détournements créateurs est entièrement gratuit. Lister vos produits l’est également.
Wie auch auf Etsy & Co., so zielt Détournements créateurs natürlich darauf ab, Mittelsmänner auszuschalten, indem Künstler sich selber vertreten und lediglich eine Verkaufsprovision an den Seitenbetreiber zahlen. Auch das Provisionsmodell ist sehr interessant, besteht es doch auch zwei Teilen und setzt einen Produktmindestpreis von 2,50 Euro voraus:
Une partie variable calculée par tranches suivant les paliers suivant :
10% du prix pour la tranche au-delà de 80€
12% du prix pour la tranche de 45€ à 80€
15% du prix pour la tranche jusqu’à 45€
Der variable Teil der Provision ist dreigestaffelt; 15% für Produkte unter 45 Euro, 12% für Produkte von 45 bis 80 Euro, und 10% für Produkte über 80 Euro Verkaufspreis.
Hinzu kommt eine Staffelung von festen Provisionen: 1,50 Euro für Produkte unter 100 Euro; 2,00 Euro für solche zwischen 200 und 550 Euro; 3,50 Euro für Produkte zwischen 550 und 1000 Euro, und schliesslich 5,00 Euro für alles über 1000 Euro.Et une partie fixe :
1,50€ si le prix est inférieur à 100€
2,00€ si le prix est compris entre 200€ et 550€
3,50€ si le prix est compris entre 550€ et 1000€
5,00€ si le prix est au-delà de 1000€
Der Knaller kommt aber im Rechenbeispiel:
Für ein Produkt, das für 250 Euro verkauft wurde, fallen nicht etwa 2,00 Euro feste Provision plus 10% vom Artikelpreis an. Es werden zusätzliche 12% und 15% berechnet, da 250 Euro über allen drei Staffeln liegt. Seltsam, irgendwie.
Par exemple, pour un produit vendu à 250€, la commission versée à DDM est calculée comme suit :
2,00 € + 10%*(250-80) + 12%*(80-45) + 15%*45€ = 29,95€
Détournements Créateurs ist ein interessantes neues Projekt, zumal aus Frankreich/Paris, wo man bislang vor allem DaWandas französische Version kannte oder French Touche (das aber noch ein wenig anders funktioniert).
Was man bislang aus Frankreichs "handmade"-Szene kennt, sind z.B. kleine Boutiquen, die sich einfach einen Onlineshop via Typepad oder Blogger eingerichtet haben; wo Artikel eben per Post eingestellt werden und in Kategorien geordnet sind. Der Einkauf ist in der Regel an PayPal angebunden, zum Einkaufen gibt es einen entsprechenden PayPal-Button pro Post.
Bereits besprochene Marktplätze:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodle | WeFew |BuyOutsideTheBox | supermarket HQ | boncado |
Die Selbergemachtes-Online-Verkaufen-Szene in Deutschland hat einen neuen Marktplatz bekommen: boncado.
Betrieben wird die Plattform laut Impressum von Jana Lipovsky, hat ihren (physikalischen) Sitz in Wiesbaden, und wurde entwicklertechnisch von hd-internetforum in Sternenfels realisiert. Das Logo kommt von Grawitorium (Robin Grawitter) aus Wiesbaden (hat allerdings da eine andere Tagline).
Ein Forum wurde just im März eröffnet und wird off-Site auf razyboard gehostet. Soweit ich sehen kann, läuft die Eigenwerbung zur Zeit mit viel Eigeninitiative der Betreiberin persönlich, eine Pressemeldung sucht man vergeblich, sowie ebenfalls ein Blog oder eine News-Seite.
Erster Eindruck?
Die Seite kommt sehr nüchtern und pragmatisch ausgerichtet daher: schlichtes Design mit wenig Farbe, das insgesamt mehr an CMS-Modulbaukasten als "kreativ" erinnert (es ist PHPProBid) und so insgesamt auch sehr im Widerspruch zum Abschnitt "über boncado" steht. Die Entwicklung stand wohl im Vordergrund, und am Grafikdesigner hat man gespart. Schade, müsste die Marketingabteilung sagen.
Was wird angeboten? Wie einfach ist das Browsen und Einkaufen?
Abgesehen von der Kategorie "Bücher", die weiter unten erläutert wird, gibt es die bereits von anderen Plattformen bekannten Kategorien rund ums Haus und Lifestyle, aber doch überwiegend neu verschlagwortet.
Zu kaufen gibt es dem ersten Eindruck nach alles mögliche rund ums Selbstgemachte, teilweise zu Spottpreisen - also vermutlich von Hobbyisten, die wirklich nur Materialkosten berechnet haben.
Die Navigation innerhalb einer Angebotseite ist zwar leicht gedacht, aber die Umsetzung spricht das Auge und die Orientierung wenig an. Shopname und Link zur Hauptseite eines Shops sind sehr unauffällig und ungünstig angelegt. Die Shops scheinen nur minimales Customizing zu bieten, d.h. keinen eigenen Banner und Avatar, Listings haben oft nur ein Produktphoto (möglich scheinen jedoch fünf?).
Die Navigation zu Angeboten von der Hauptseite aus ist recht einfach und logisch; mir persönlich ist es zu textlastig angelegt, aber da scheiden sich die Geister sicherlich.
Die Idee von Etsys Alchemy oder DaWandas StyleLab hat boncado auch aufgegriffen und unter dem Abschnitt "Aufträge", leider unlogisch unter den Infokategorien auf der rechten Seite und nicht auf der linken Seite, den Verkaufskategorien, platziert.
Wie kommt das Geld rein?
Im Gegensatz zur Konkurrenz wie DaWanda, ShopWindoz und den weniger prominenten Plattformen, die in den letzten zwei Jahren live gegangen sind, will boncado vorerst überhaupt kein Geld von seinen Shopbetreibern - weder Einstellgebühren noch Veraufsprovision. Dafür gibt es, jedenfalls an der sichtbaren Front, dezent platzierte Google-Ad Werbung. Erst auf den zweiten Klick die Überraschung: eine Bücherkategorie, deren Inhalt auf -- Amazon zu kaufen ist. Dazu gibt es aber keinen Kommentar, keine Erklärung, und dass man mit einem Klick auf einen Buchtitel zu Amazon hinüberbefördert wird, steht auch nirgendwo. Seltsame Mischung, die, besonders im Hinblick auf boncados "Vision / Mission" nicht stimmig ist. Ein ähnliches Konzept hatte ich bereits bei BuyOutsideTheBox bemerkt. Dort rechtfertigte man diese Mittel mit dem Argument, dass man statt Finanzspritze eben alles selber mache. Nun gut.
Fazit?
Wer halbherzig ein paar Basteleien zum Materialpreis verkaufen will und dafür nicht gerne auf Basaren und Kunsthandwerkermärkten herumsteht, der kann sich hier versuchen - kostet schliesslich nichts. Wer allerdings darauf angewiesen ist, schnell und langfristig eine treue und solide Kundenbasis aufzubauen und dies in einem optisch ansprechenden Rahmen, ist mit den auf dem deutschen Markt einschlägigen Seiten wie Etsy, DaWanda und ShopWindoz besser beraten. Zum einen, weil sie bereits bekannt sind, zum anderen, weil sie aktiv und professionell Marketing betreiben, aber dabei auf andere Finanzierungsmittel bauen als z.B. boncado es tut.
Bereits besprochene Marktplätze:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodle | WeFew | BuyOutsideTheBox | supermarket HQMein Beitrag über WeFew sollte eigentlich gepaart sein mit diesem hier, allerdings kam aktuell via Etsys Forum BuyOutsideTheBox dazwischen. Heute also ein Beitrag über Supermarket HQ, einem Markplatz für Designgüter, der ebenso wie WeFew und BOB per Kuratorium darüber entscheidet, wer dort verkaufen darf und wer nicht.
Wer?
Supermarket HQ ist ein Projekt von Supercorp Inc. in Brooklyn; Supercorp Inc. ist im Kern drei Köpfe, Ryan Deussing, Randy J. Hunt und Todd Persen. Da die Webseite für Supercorp informationstechnisch sehr mager ausgestattet ist, und da die drei "witzigerweise" ihre Namen mit Googlequeries verlinkt haben, hier ein paar mehr Infos.
Zum Beispiel verweist Ryan Deussings Profil auf flickr auf Elsewares, das ich nun eigentlich von meiner Liste streichen könnte. :) Elsewares, das es bereits seit 2004 gibt, funktioniert im Prinzip wie Supermarket HQ, oder umgekehrt, und sieht designtechnisch auch so aus, soviel dazu. Wer auf Facebook oder LinkedIn ist, kann mehr über Ryan Deussing lesen.
Randy J. Hunt, dem Citizen Scholar gehört (design consulting und creative services für kulturelle und gemeinnützige Projekte, sowie für Künstler), ist Mitbegründer von Supercorp Inc. und u.a. auch auf Schwadesign und UnderConsideration zu finden.
Todd Perssens Projekt ist Industrialogic (Industrialogic Engineering Corporation), und er hat zum Beispiel den Mini Minty (der MP3 Player, der in eine Minzdose passt, Mini Minty Webseite gibt's nur noch per Internetarchiv) ertüftelt, über den MAKE 2006 berichtete.
Wie?
Im Grunde funktioniert auch dieser Marktplatz wie alle bereits bekannten Modelle - Verkäufer liefern die Waren zum Verkauf, Marktplatz stellt die nötige Architektur bereit und kassiert im Gegenzug einen Anteil des Verkaufspreises. Im Fall von Supermarket HQ heisst dies, Designer müssen sich zuerst mit einer Kostprobe beim Kuratorium vorstellen. Werden sie akzeptiert, können sie sich registrieren und ihren Shop einrichten. Ausführliche Informationen z.B. zum Preismodell hält Supermarket HQ nur für registrierte Verkäufer bereit, und auch ansonsten wird mit Informationen sehr gegeizt: ein wirklich sehr simples Videoturorial zum Verkaufen ist auch nur zu sehen, wenn man eingeloggt ist.
Wer alles bei Supermarket HQ aufgenommen worden ist, kann man kompakt auf der Designerübersicht sehen, die man sich geordnet nach Alphabet, Eintrittsdatum oder per Zufall generiert anzeigen lassen kann. Wenn man annimmt, dass jede Seite zehn Shops aufführt (bis auf die letzte, Seite 17, die nur zwei hat), dann sind im Moment rund 162 Shops auf Supermarket HQ, ebenfalls erkenne ich enorm viele Etsyshops wieder. Positiv: es sind viele internationale, vor allem europäische Shops dabei.
Shops sind von der Struktur her sehr übersichtlich angelegt. Dadurch,
dass man sich hier nicht auf ein zentriertes Blogformat (wie Etsy)
limitiert hat, bleibt rundherum mehr Platz für einzelne Shopfeatures
und trotzdem immer noch genug "Weissraum", um das gesamte
Erscheinungsbild aufgeräumt und luftig erscheinen zu lassen.
Shopadressen sind per Subdomain angelegt: ShopName.supermarkethq.com, und damit auch für Käufer recht einfach zu erinnern. Während Shopinhaber wenigstens ein Logo präsentieren dürfen, kommt Supermarket HQ mit auffallend wenig CD aus bzw. daher: es gibt nicht einmal ein Logo.
Als registrierter User kann man Kommentare zu Produkten hinterlassen,
sowie ein Favoritenportfolio und ein personalisiertes Profil anlegen.
Will man einfach erst einmal browsen, so kann man entweder eine der
vier Hauptkategorien auswählen (everything, wear+carry, space+place,
paper+prints) und von dort entweder blättern, oder man kann noch eine Ebene
tiefer in kategoriespezifische Subkategorien klicken (übernommen von Elsewares). Dies ist hier
wesentlich übersichtlicher angelegt als auf Etsy, die sich leider immer
noch schwer tun mit ihrem Lösungsansatz aus Tags und Kategorien.
Die Bezahlung der Ware
läuft auf Supermarket HQ über PayPal, und wie andernorts auch, so wird jeder Shop beim Auschecken einzeln bezahlt, da Supermarket HQ nur die Shops
bereitstellt.
Supermarket HQ nimmt ausserdem regelmässig teil an Brooklyn Flea, einem allsonntäglichen Markt rund um Gebrauchtes, Vintage und Indiedesign.
Lustig: ein wenn-gar-nichts-mehr-geht-Emaillink am Ende fast jeder Seite.
Was?
Mir fällt auf, dass "Design" hier weniger elitär zu sein scheint als z.B. bei WeFew. Das meiste von dem, was hier zu sehen ist, lässt sich auch auf Etsy & Co. finden (und wird dort immer wieder als trendig gefeatured) und wird zur Zeit auf den populären Designspottingblogs im Web herumgereicht. Meine Vermutung ist, dass man einfach Kram à la "Handarbeiten" und "Country Folk Art" nicht dabei haben will. Ausserdem, und hier unterscheidet sich dieser Marktplatz von Etsy & Co., wird nirgendwo erwähnt, wie "handgemacht" die Ware sein muss - ob also z.B. eine Beschränkung in Bezug auf die Auflage von Drucksachen besteht, ob man seine Taschen und T-Shirts im Alleingang herzustellen hat, oder ob man ein kleines kreatives Unternehmen sein darf usw.
Erfreulicherweise sieht man auf Supermarket HQ realistischere Preise für Designware; warum das so ist, darüber lässt sich leider aufgrund des recht geheim gehaltenen Gebührenmodells nur spekulieren. Natürlich wird dies eine Rolle spielen; desweiteren aber haben Shops hier weniger Konkurrenz als auf Etsy & Co., und auch Hobbyisten, die auf Etsy immer wieder gerne die Preise nach unten ziehen, bleiben offensichtlich weitestgehend aussen vor.
Fazit?
Supermarket HQ ist ein interessanter Marktplatz, wenn man ausgefallenes und trendiges Designgut kaufen möchte und bereit ist, realistische Preise zu zahlen. Die Macher dürften die Werbetrommel gerne mehr rühren, auch wenn es den Marktplatz erst seit 2007 gibt, denn visuell ansprechend und leicht zu handhaben ist er allemal - sollte aber auch zu erwarten sein, nach drei Jahren Erfahrung mit Elsewares. Stöbern ist wärmstens ans Herz gelegt.
Gibt es also einen Trend zur Exklusivität in der "handmade2.0"-Welt? Vielleicht sieht es eher so aus: Kunstgalerien im Web gab es schon vor der 2.0 Bubble, ob als Alternative zum eBay-Rummel oder davon uninspiriert; Consignmentshops online gibt es auch schon einige Zeit, besonders aber seit dem "Indie designer"-Boom Anfang des Millenniums, mit dem Aufkommen der bloggenden Designer, Kreativen und Handarbeitenden. Aber erst Seiten wie Etsy und das deutsch-europäische Pendant DaWanda haben die Idee vom Storefront für Designer und Kunsthandwerker an die Massen gebracht; nicht durch Exklusivität und streng kuratierte Produktkataloge, sondern, wie Stephan Randler für Exciting Commerce so schön formuliert hat, durch einen egalitären Ansatz und den Communitygedanken, und damit im Sinne des Web2.0 (siehe ausserdem auch eine knappe Übersicht in einem meiner früheren Posts hier). Davon können kurierte Marktplätze also nur profitieren, sowohl in Bezug auf Verkäufer als auch auf Käufer.
Bereits besprochene Marktplätze:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodle | WeFew | BuyOutsideTheBox
, as twittered
yesterday by reBang, are joining the pool of marketplaces for all things handmade / homemade / self designed. This new marketplace, though, is a platform that exclusively addresses professional designers and has its members hand-picked by a jury:WeFew.net, an e-gallery for designers to showcase and sell their original designs and to engage with consumers and design professionals. (link
)
WeFew, thus, not only follow what has been declared one of the hottest e-commerce trends for 2008 -online marketplaces and showcases for artisans, crafters and designers- but they actually place themselves in the "elite" niche of the market. Those designers who deem themselves elitary are invited to apply for a WeFew membership, (hopefully) get selected by the jury and may then offer their exclusive designs for sale in their storefront hosted by WeFew.
WeFew's pricing model does not provide for neither listing fees nor limited time commitment, but merely charges a 15% provision per sold item. In addition, there is the option to reduce the provision percentage by actively reviewing aplicants for about 5% per 10 reviews. In addition to that, sellers will get the chance to speculate for a 3% commission per each five successfully recommended new members.
So who can join, really? WeFew have a clear idea about what can and what cannot be showcased:
At WeFew, we do not showcase graphic design, calligraphy, fine arts such as painting, photography, lithography, etc. except when incorporated into the departments and creative media listed here.
Embellished objects such as painted boxes, stones, shells, buttons, candle making, country crafts, folk art and objects made from commercial kits or plans are not acceptable.
WeFew showcases product design - design services including interior or set design, graphic design, makeup or styling are not accepted at this time.
Those whoever, who see themselves fit and talented and who design fashion, accessories, jewellery, furniture and homewares as well as innovative design objects utilizing ceramics, glass, metals, textiles and other special materials, are invited to apply for a membership - and can hope to receive a positive answer within ten days.
WeFew's motto is "We stand apart. You stand out.", and it once more stresses the site's demand on exclusive, if not even elitist, design. A jury of top-class design professionals currently selects the first generation of designers for WeFew, though apparently the jurying will be taken over by WeFew sellers in the future.
There is an option for thought exchange via an in-house forum, news will be available via the new site, and Typepad hosts the official WeFew blog.
Taken together, the website appears slightly flashy, uberhip, probably, in regards to graphics and colours; in my opinion, this is not exactly what designers would associate with exclusiveness or elitist design really, but that's certainly the point where tastes split. Interesting: the innuendo on "i"-pop culture.
WeFew was created by Autumn Gehring, an American in
It seems that initially, WeFew was meant to launch as Cherry Collective; after all, the company behind WeFew is Cherry Collective Online Pte Ltd, and its director is Autumn Gehring (logo genesis here).
WeFew received support through the Creative Business Fund of the Creative Community Singapore (CCS).
Previously discussed marketplaces:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodleWeFew, wie gestern von reBang getwittert, tritt in diesem Frühling dem Pool der Marktplätze für Handgemachtes / Selbstgemachtes / Selbstdesigntes bei. Es handelt sich hierbei um eine Plattform, die sich ausschliesslich an Designer richtet, die nicht etwa jeden auf ihrem Marktplatz verkaufen lässt, sondern per Kuratorium handverliest:
WeFew.net, an e-gallery for designers to showcase and sell their original designs and to engage with consumers and design professionals. (link)
Damit springen WeFew nicht nur auf den besonders für 2008 als Boom angekündigten Zug der Onlinemarktplätze für Künstler und Kunsthandwerker auf, sondern sie versuchen, die Nische der "Elite" zu füllen. Wer sich als Designer also als elitär versteht, bewirbt sich bei WeFew, wird von einer fachkundigen Jury ausgewählt, und darf seine exklusiven Designs im eigenen Shop zum Verkauf anbieten.
Das Preismodell sieht weder Einstellgebühren noch eine festgelegte Laufzeit gelisteter Produkte vor; beim Verkauf eines Artikels wird eine Provision von 15% fällig. Zusätzlich kann eine aktive Beteiligung am Auswahlverfahren durch das Reviewen von Bewerbern den Provisionspreis für den eigenen Laden drücken, und zwar um 5% für 10 Reviews. Für die erfoglreiche Empfehlung von neuen WeFew-Verkäufern kann man zusätzlich auf 3% Komission pro 5 neuer Verkäufer spekulieren.
Wer darf also mitmachen? Da hat man bei WeFew ganz konkrete Vorstellungen:
At WeFew, we do not showcase graphic design, calligraphy, fine arts such as painting, photography, lithography, etc. except when incorporated into the departments and creative media listed here.
Embellished objects such as painted boxes, stones, shells, buttons, candle making, country crafts, folk art and objects made from commercial kits or plans are not acceptable.
WeFew showcases product design - design services including interior or set design, graphic design, makeup or styling are not accepted at this time.
Wer sich jedoch als "talented" einstuft und Mode, Accessoires, Schmuck, Möbel und Homewares, sowie innovative Designobjekte gestaltet, und das in Keramik, Glas, Metall, Textilien, Holz oder sonstigen Spezialwerkstoffen, darf sich guten Mutes bewerben und mit einer hoffentlich positiven Antwort innerhalb von zehn Tagen rechnen.
WeFews Motto ist "We stand apart. You stand out.", und unterstreicht noch einmal den Anspruch an exklusives, ja vielleicht elitäres Design. Um eine erste Generation hochkarätiger Designer auf die Seite zu holen, hat WeFew eine Reihe Designprofis in die Jury berufen, die aber offensichtlich später durch das hauseigene WeCurate-Programm abgelöst werden soll.
Austauschen können sich User zukünftig über das hauseigene Forum, Newbulletins können über die Newsseite abgerufen werden, und marketingtechnisch gibt es einen Blog bei Typepad.
Alles in allem kommt WeFew ein wenig knallig daher, überhip in Design und Farbgebung vielleicht; nicht unbedingt das, was meiner Meinung nach der Designer vielleicht mit Exklusivität oder elitärem Design verbinden würde, aber da gehen die Geschmäcker auch auseinander. Interessant: die Anspielung auf bzw. Abwandlung der "i"-Popkultur.
Ins Leben gerufen wurde WeFew von Autumn Gehring, Amerikanerin in Paris Singapur, die mit einem Hintergrund in Kunstgeschichte und langjähriger Marketingerfahrung sicherlich das nötige Feingefühl für die Bedürfnisse hochkarätiger Designer mitbringt - ob das so ist, wird sich zeigen.
Offensichtlich sollte WeFew ursprünglich als Cherry Collective an den Start gehen, immerhin ist die Firma hinter Wefew auch Cherry Collective Online Pte Ltd, deren Chefin Autumn Gehring selber ist (Genesis zum Logo hier).
Unterstützt wird WeFew durch einen Creative Business Fund der Creative Community Singapore (CCS).
Bereits besprochene Marktplätze:
vondir | | ShopWindoz | Big Cartel | pinkdoodle
I had previously highlighted some Russian marketplaces to buy and sell handmade, namely Handmade-Shop, Handmade Sale, and Handymade. I had also pointed to an online article (in Russian) that muses a bit on "handmade" as an emerging fashion trend.
So today, for the second part, let me show you some sites by individual Russian artists who offer their work for sale via their own websites. Since my Russian is very limited, my search focused on mostly bijouterie works (for now).
First, here is another article about "handmade" as a fashion trend at RAPPS (the Russian Association of Suppliers and Producers of Souvenirs); it focuses on observations on the European market and offers yet another point of view in the whole discussion about handmade products.
This is the business of Tatiana Panovoy-Khoronenko, based in Moscow. She focuses on quite a broad range of items, all handmade by her. She creates bijouterie from glass beads and polymer clay, felted items, and she knits and crochets accessoires such as hats and cowls. For those who are unsure what they want to choose she offers decision help.
The artist of Lissabon lives and works in Kazan, the capital of Tartastan. She creates quite stunning bijouterie and offers custom services, too.
Beadsky
Available in both Russian and English, this portal is run by Irina Astratenko, who currently resides in Lithuania. Beadsky is devoted to all possible topics around beads, beading and techniques, but also covers tatting and other handcrafts. Besides tips on techniques, patterns for jewellery and other craft pieces are for sale.
A crafts magazine I found is ручная работа, "Handmade", which offers craft ideas and addresses hobby crafters, who can exchange ideas and tips at the on-site forum.
Another interesting way that people take to sell their handmade goods is via internet fora and blogs. I have been watching this trend for the past 4 or so years, and (maybe with the exception of Germany, where laws are strict and feared) this is a common trend all over the world (also often seen in Portugal and Brazil). With numerous blogging services, fora and photo hosting services such as flickr, it seems like the next logic thing to turn these into means and niches to offer goods for sale (legal matters left aside).
Lastly, Fastory.ru from Moscow run a project called "Global Hand Made", which is like a blog covering ideas all around "handmade". If you run the site through Babelfish, you'll get quite a good idea of what it's about. о проекте covers the background of the project and the purpose of the site. Moreover, they offer consignment services for individual artists and crafters, which you can read more about here.
More word fun:
хэндмэйкеров is literally khendmeykerov, which comes down to "crafters". Right?
ручная работа - manual work / handmade
Хенд мейд - handmade (lit.)
See all previous posts on "handmade international".
I am currently browsing the internet to learn how the "handmade movement" is perceived in other locations on this planet; foremost in locations where people usually don't post to the web in English and are therefore harder to cover for English-speaking people.
I feel that
currently, the coverage of this phenomenon is focusing on the USA, parts of
Europe and Japan -- the latter only because of the Zakka hype (ざっか / 雑貨 ), which is an incredibly interesting topic that deserves a whole dissertation on its own!.
But back to the coverage of "handmade" -- I fear that people could
easily be mislead to think that this "handmade movement" was born in
the USA. Was it? Or was it rather lucky circumstances that "handmade"
met technology in a country where people have a different approach to
the internet, using it less hesistantly than, say, we in Europe (though
even this gap is closing). Can the root of this new movement be
located, or should we maybe take into consideration that it
a) started much sooner than the media currently claims and
b) that it took off at several locations around the world at the same time (the famous "great minds think alike" wisdom).
Just
because we don't see things on the internet does not mean they don't
exist. Likewise, just because we don't happen to be fluent in one
language other than English does not mean things don't exist.
The first country, thus, I visited today -metaphorically speaking- was Russia. Quite a number of great links turned up, of which I'll show three for this part.
To begin with, here is an article at studentport.ru, published in 2006: «Хенд мейд»: сделано с любовью ("Handmade": made with love). The opening paragraph translates roughly like this (I run it through Babelfish):
The word combination of "hand-made" entered into our lexicon comparatively recently. So there are things, in full or in part made their hands. This can be pin for the hair, home-made purse, the bag from the store, singlehandedly studded by beads or the picture, assembled from some intricate pieces by hand.
To continue (depending on my enthusiasm and time, this might actually grow into more than just a mini series), let me show you three Russian websites where people come together to showcase and sell their handmade goods:
Handymade.ru
This goes into the direction of Etsy & Co. The site offers
creatives in the Moscow area to showcase and sell their items, though
it works on consignment base, and the catalog is managed by the site
owners alone. Have a look at this page to learn how it works (run the URL through Babelfish if you don't speak Russian), and have a look here
to see which creatives already showcase their works at Handmade.ru (see
also second screenshot below). There are some fun things to discover,
and looking at the press page, I see that there is even video activity!
Handmade Sale
This is a community page at Liveinternet.ru (like LiveJournal). The system works really simple: users who want to showcase and offer their handmade goods for sale set up a user profile with Liveinternet, join the community and post their items to there. Buyers have to get into contact with the specific poster of an item to commit a purchase. This is really a simple solution, more hobbyist than commercial, but it's an initiative, and this is what should be honoured, IMHO.
Handmade-Shop
This online shop, which also comes in a neat and clean design, is
another consignment store. They are located in Moscow and also have a real office (I like how they post directions instructions by means of photos!).
Fun fact -- I just learned that Russians
write Хенд-мейд, which is literally written Khend-meyd. Read it aloud
with 'Russian' dialect, and you'll know what it means. :) Seriously, I
love it!
Weihnachten 2007 hat dem Internethandelsplatz-fuer-Handgemachtes-Zug einen Neuzugang beschert: pinkdoodle.
Im Konzept ganz so wie schon bekannte Plattformen aufgebaut (z.B. Gallerie, Shopsystem zur Miete, Beteiligung des Hosts an Shopumsaetzen, nur Handgemachtes) will pinkdoodle vor allem die Marktluecke fuer UK schliessen. So ist denn die Waehrung auch in GBP angegeben.
Fuer alle, die sich als Verkaeufer bis zum 25.12. angemeldet hatten, gab es einen Monat kostenloses Einstellen von Produkten. Das Management hat sich ausserdem entschlossen, PayPal einzufuehren. Interessant ist ausserdem der Plan, als Alternative zu Kreditkarten zur Zahlung von Shopkosten an pinkdoodle ein Guthabenkonto einzufuehren:
Q. Is there any other way of paying?
A. We are developing a buy-in-advance credit system, where you can purchase credits with us in advance and receive free extra credits. Your charges will be then deducted off.
(Quelle)
Mehr ueber die Entstehung und das Drumherum erzaehlt die Macherin von pinkdoodle auf ihrem Voxblog.
Bereits besprochene Marktplaetze:
vondir | | ShopWindowz | Big Cartel |
Weitere sehr bekannte Konzepte:
mindt (Australien) | FrenchTouche (France) | dawanda (Deutschland) | goZabo (USA) | lov.li (USA)
ExcitingCommerce fragte neulich, warum noch nicht mehr Seiten dieser Art existieren. mlle a. meint, dass sie breits existieren - mal mehr mal weniger erfolgreich/ansprechend/sinnvoll:
artsefest (USA) | crafters closets (USA) | Handmade Catalog (USA) | yabblebabble (USA) | ArtisanMarket (USA) | mimboo (Deutschland) | jovendo (Deutschland) | kunstvonuns (Deutschland)
Es existiert ausserdem auch eine Seite in Polen, von der mir momentan leider die URL verloren gegangen ist (und ich kein Polnisch kann). Die Seite sah aber auch gut aus.
(Woraus wir ausserdem lernen, dass das Web riesig ist, und unsere Sprachkuenste noch lange kein Beweis fuer die Existenz oder Nichtexistenz von Dingen sind. :) )
Mit Betonung auf "Handgemachtes kaufen und verkaufen" wird es meiner Meinung nach 2008 interessant werden, denn neben Shopkonzepten der oben erwaehnten Machart schiessen weiterhin Consignmentwebseiten aus dem Boden, darunter viele Leute, die man z.B. von Etsy kennt, und die nun ihre eigene Webseite aufmachen und nicht nur eigene Kreationen verkaufen, sondern die Vielfalt ihres (virtuellen) Schaufensters durch handverlesene Produkte anderer Kuenstler enorm bereichern. Annehmlich ist fuer Kuenstler hier, dass sie sich nicht um ihre Auslage kuemmern muessen; bei Verkauf faellt lediglich eine Provision an die Seitenbetreiber ab.
Einige persoenlich Favoriten in dieser Sparte:
copacetique | Hannah Zakari | modishoppe | milchmaedchen.design
Zu guter Letzt: ein neueres Konzept, das zwischen Gallerie, Shop und Consignment liegt, sind Projekte wie Poppytalk handmade oder auch trunkt. Hier bekommen Kuenstler die Gelegenheit, ihre Artikel in einer eigenen Gallerie zu praesentieren. Der Kauf findet dann ausserhalb (z.B. auf Etsy) statt. Bevor es aber soweit kommt, muessen Kuenstler sich mit Kostproben bewerben und diese von einer Jury begutachten lassen.